Wohngruppen

Wir verstehen unsere stationären Angebote als familienergänzende Maßnahmen, die dazu beitragen sollen, kritische Lebenssituationen oder -phasen trotz belastender Rahmenbedingungen optimaler zu gestalten.

Wohngruppe Westkreuz - vollbetreutes Wohnen

Die Wohngruppe Westkreuz ist ein stationäres Angebot für acht männliche Jugendliche im Alter von 14 bis 19 Jahren, die sich in akuten Krisensituationen befinden und in ihrem bisherigen sozialen Umfeld nicht bleiben können.

Das Angebot richtet sich insbesondere, aber nicht ausschließlich, an unbegleitete minderjährige Flüchtlinge zur Abklärung ihres Bedarfs oder zur Überbrückung einer Wartezeit bis zur weiteren Unterbringung in einer geeigneten Anschlussmaßnahme oder zur gezielten längerfristigen Betreuung.

Daneben werden vor allem auch Jugendliche aus der Clearinggruppe von Just M aufgenommen, die einen weitergehenden Bedarf an Abklärung und Betreuung haben oder deren Rückführung in das Elternhaus vorbereitet und mittelfristig begleitet werden muss.

Jugendwohngruppe Feldbergstraße - familienanaloges Wohnen

Die Jugendwohngruppe Feldbergstraße betreut sieben Jungen im Alter von etwa 12 bis 17 Jahren in einem sozialpädagogischen Rahmen, der die individuellen Bedarfe berücksichtigt und sich am Alltag der Zielgruppe ausrichtet.

Die Adressaten der Jugendwohngruppe sind junge Menschen mit möglichen Entwicklungsdefiziten, die pädagogisch kompensiert werden, um weitere Fehlentwicklungen abzubauen oder zu verhindern.

Wesentliches Element der pädagogischen Arbeit ist der vertrauensvolle Aufbau und die kontinuierliche Gestaltung einer authentischen Beziehung zwischen dem jungen Menschen und seiner pädagogischen Bezugsperson. Sie vermittelt sinnvolle Orientierung und schafft eine tragfähige Grundlage für die Förderung eines auf sozialen Werten beruhenden und eigenverantwortlich gelebten Selbstwertgefühls.

Die Förderung der untergebrachten Kinder und Jugendlichen wird durch den gezielten Einbezug und die Beteiligung der Herkunftsfamilie unterstützt, die über mitunter therapeutisch geführte Elterngespräche sowie im Rahmen von verschiedenen Aktivitäten mit der Wohngruppe umgesetzt werden.

Wohngruppe Waldparkstraße - vollbetreutes Wohnen

Die Wohngruppe Waldparkstraße nimmt neun unbegleitete minderjährige Mädchen mit Fluchthintergrund auf, die spezifische Problemlagen aufweisen und einen individuellen Schutzraum benötigen. Oberstes Prinzip ist die uneingeschränkte Parteilichkeit und vorurteilsfreie Akzeptanz der jungen Frauen in allen Facetten und mit sämtlichen individuellen Lebensgewohnheiten, Eigenheiten und Einstellungen.

Die Pädagoginnen geben den jungen Frauen Unterstützung bei der Realisierung ihrer Ideen und Wünsche, bieten
ihnen Orientierungshilfen und erarbeiten gemeinsam Ziele. Sie geben Anregungen und gewähren Spielräume zur Entwicklung eigener Standpunkte. Dies beinhaltet auch, die Jugendlichen sowohl in ihrer Not als auch mit ihren Stärken wahrzunehmen und dies als aktiven Bewältigungsversuch zwischen widersprüchlichen Anforderungen zu verstehen.

Die Rahmenbedingungen der Wohngruppe Waldparkstraße sind so gestaltet, dass sie dem individuellen Bedarf und unterschiedlichen Entwicklungsstand Rechnung tragen. Die Unterbringung erfolgt in Einzel- und Doppelzimmern in einem großzügig gestalteten Einfamilienhaus in einer ruhigen Wohnlage mit einer guten Anbindung an den ÖPNV.

Wohngruppe Astrid-Lindgren-Straße - teilbetreutes Wohnen

Die Wohngruppe Astrid-Lindgren-Straße betreut zehn junge Menschen im Alter von 16 bis 19 Jahren, deren Alltag zwar bereits in einigermaßen stabile Strukturen eingebettet ist, die aber noch regelmäßig Unterstützung und Orientierung hinsichtlich ihrer weiteren Verselbständigung benötigen.

Zielsetzung der Maßnahme ist die ressourcenorientierte Entwicklung von emotionalen, sozialen und lebenspraktischen Kompetenzen der jungen Menschen zur eigenverantwortlichen Lebensführung und Ausbildung eines höheren Grades an Selbstorganisation und persönlicher Autonomie.

Der pädagogische Alltag in der Gruppe orientiert sich am individuellen Bedarf sowie an den Bedürfnissen und Ressourcen des jungen Menschen. Das Gruppengeschehen bildet lediglich den Rahmen der Betreuung und trägt dazu bei, die Entwicklung von sozialen, emotionalen und praktischen Kompetenzen individuell zu fördern.

Wohngruppe Astrid Lindgren-Straße - teilbetreutes Wohnen für unbegleitete Flüchtlinge

Die Wohngruppe für unbegleitete Flüchtlinge unterstützt acht junge Menschen im Alter von 16 bis 21 Jahren, die nach dem Asylverfahrensgesetz zwar asylmündig und daher erwachsenen Flüchtlingen gleichgestellt sind, aber aufgrund ihres Entwicklungsstandes und ihrer emotionalen Befindlichkeit für ein eigenverantwortliches und selbständiges Leben in einer fremden Kultur noch gezielte sozialpädagogische Betreuung benötigen.

Neben der Unterstützung zur therapeutischen Aufarbeitung der möglicherweise traumatisch erlebten Vergangenheit gehören die zunächst auf eine unmittelbare Förderung der deutschen Sprachkompetenz angelegte Heranführung an das Schul- und Bildungswesen, die Entwicklung von mittelfristigen Zukunftsperspektiven hinsichtlich einer realistischen Berufsfindung sowie ggf. auch in Bezug auf eine Rückkehr in das Heimatland und die Vermittlung von lebenspraktischen Hilfen zu den wesentlichen Zielen der Maßnahme.

Wohngruppe Bodenseestraße - teilbetreutes Wohnen

Die Wohngruppe Bodenseestraße ist für sieben junge Menschen ab 16 Jahren konzipiert, die aufgrund ihres Entwicklungsstandes nur noch ein moderates Maß an Erziehung, Beratung und Aufsicht außerhalb der geschützten Stammeinrichtung benötigen, um ihre Verselbständigung unter realen Lebensumständen überprüfen und ggf. verbessern zu können.

Zielsetzung dieser Wohngruppe ist die bedarfsgerechte Fortführung der Verselbständigung der jungen Menschen in einem nachbarschaftlichen Umfeld mit unmittelbaren sozialen Lebensbedingungen und Anforderungen.

Wohngruppe Limesstraße - intensiv-teilbetreutes Wohnen

Die Wohngruppe Limesstraße ist angelegt für acht unbegleitete Flüchtlinge im Alter zwischen 16 und 21 Jahren, die durch multifaktorielle Problemlagen in ihrer Entwicklung gefährdet und infolge einer Traumatisierung psychosozial belastet sind und nicht in einer Großgruppe betreut werden können. Diese Jugendliche verfügen jedoch über die notwendigen alltagspraktischen Fähigkeiten und bringen die Bereitschaft mit, sich auf diese Form der Betreuung einzulassen.

Wesentliche Ziele des Betreuungsangebotes sind neben der Aufarbeitung des individuellen Schicksals und der Stabilisierung des emotionalen Befindens, die Entwicklung realistischer Zukunftsperspektiven und die Stärkung der eigenen Identität.

Die jungen Menschen bewohnen ein freistehendes Einfamilienhaus in der Limesstraße in Neuaubing mit guter Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und fußläufiger Entfernung zur Beschaffung des täglichen Bedarfs.

Wohngruppe Hechtseestraße - begleitetes Wohnen

Die Wohngruppe Hechtseestraße ist ein individuelles Angebot mit vier Plätzen für fluchtbedingt benachteiligte Heranwachsende (uF), die während ihrer Unterbringung eine schulische oder berufliche Bildungsmaßnahme absolvieren und dabei sozialpädagogisch begleitet werden.

Das Ziel ihrer Unterbringung ist die Unterstützung zum Abschluss der begonnen Schul- oder Berufsausbildung verbunden mit der Förderung ihrer persönlichen Entwicklung sowie ihrer beruflichen und sozialen Integration.

Die jungen Menschen leben in einem gemütlichen Reihenmittelhaus im Münchner Osten mit einer guten Anbindung an den ÖPNV.

Sozialpädagogisch betreutes Wohnen

Das Sozialpädagogisch betreute Wohnen unterstützt fünf junge Menschen im Alter zwischen 17 und 21 Jahren beiderlei Geschlechts mit Migrations- oder Fluchthintergrund, die trotz ihrer Verselbständigung in verschiedenen Kompetenzbereichen noch situative Beratung, Unterstützung und Betreuung für eine eigenständigere Lebensführung benötigen.

Die Betreuung wird in verschiedenen Mietwohnungen mit einem unmittelbarem nachbarschaftlichen Kontakt durchgeführt. Die Auswahl der Objekt erfolgt nach der Perspektive für den jungen Menschen, die Wohnung nach Abschluss der Betreuung durch die Jugendhilfe übernehmen zu können.

Sozialpädagogisch begleitetes Wohnen

Das Sozialpädagogisch begleitete Wohnen unterscheidet sich qualitativ vom Sozialpädagogisch betreuten Wohnen durch eine noch geringere Betreuungsintensität. Zur Zielgruppe gehören unbegleitete in der Regel heranwachsende männliche Flüchtlinge mit einem hohen Grad an alltagsorientierter Verselbständigung und einer festen Einbindung in  schulische oder berufliche Strukturen.

Die Betreuung der insgesamt fünf Plätze wird in verschiedenen Mietwohnungen mit einem unmittelbarem nachbarschaftlichen Kontakt durchgeführt.

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