Krisenhilfe

"Die Krise des Eis ist die Chance des Kükens" sagt der Volksmund und beschreibt damit eine kritische Situation, die im Nachhinein positiv bewertet wurde.

 

Eine Krise ist eine unerwartete Störung in der Routine des Alltags, die bei Krankheiten oder Unfällen aber auch bei Übergängen, Umbrüchen und radikalen Veränderungen vorkommen können.

 

Krisen bergen Risiken - aber auch Chancen. Die Kisenintervention von Just M trägt dazu bei, Gefahren abzuwenden und mobilisiert alle Chancen, um einen Weg in eine sichere Zukunft zu bahnen.

Schutzstelle Scapinellistraße

Mit der Schutzstelle in der Scapinellistraße verfügt das Stadtjugendamt München über eine fast vierzigjährige Erfahrung in der Krisenintervention bei männlichen Jugendlichen.

Im hoheitlichen Auftrag der Landeshauptstadt München hält die Schutzstelle insgesamt neun Plätze zur Inobhutnahme von Jungs im Alter zwischen 13 und 17 Jahren rund um die Uhr bereit.

Das Hauptaugenmerk der Schutzstelle liegt auf der Bewältigung der akuten Krise und Gefährdung. Neben der psychosozialen Abklärung familiärer Belastungsfaktoren und Ressourcen stehen die Einschätzung zielführender Maßnahmen und realistischer Perspektiven im Vordergrund.

Der Aufenthalt in der Schutzstelle ist zeitlich eng begrenzt. Dies resultiert aus der Erkenntnis, dass es für keine Anschlussmaßnahme hilfreich ist, wenn ein Ausnahmezustand zum gewohnten Lebensalltag wird.

Individuelle sozialpädagogische Einzefallhilfe

Die Individuelle Sozialpädagogische Einzelfallhilfe (ISE) ist ein sehr niedrigschwelliges Angebot für unbegleitete Flüchtlinge ab 17 Jahren, die aufgrund ihrer selbst- und fremdgefährdenden Lebensführung einer besonderen Zuwendung bedürfen.

 

Dabei handelt es sich um junge Menschen, die (deskriptiv) eine geringe Toleranz gegenüber den gleichermaßen sowohl Erwartungen als auch Beschränkungen vermittelnden Instanzen der eigenen Lebensumwelt entwickelt haben und mitunter bereits mehrfach aus Schulen und Einrichtungen der Jugendhilfe entlassen worden sind. Adressaten der Maßnahme sind insbesondere junge Flüchtlinge, für die eine Unterbringung in einem Gruppensetting nicht geeignet ist. Die Maßnahme wird installiert, wenn andere Hilfen nicht förderlich waren oder sein können.

 

Die pädagogische Begleitung und Beratung der Maßnahme erfolgt in enger Zusammenarbeit mit einem psychologischen Fachdienst und in ständiger Abstimmung mit der zuständigen Bereichsleitung von Just M. Die Unterbringung findet in Einzelappartements des Kooperationspartners im Amt für Wohnen und Migration statt.

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